Chorreise des Männergesangvereins Zehlendorfs 1873
zum Trinius-Fest nach Gießübel

Auf Einladung des Vorsitzenden des Männerchores Gießübel, Herrn Willi Geier, reiste der Männerchor Zehlendorf 1873 vom 09.08. bis 11.08.2014 nach Neustadt am Rennsteig in Thüringen zum Trinius-Fest. August Trinius ist in Thüringen ein sehr bekannter Heimatdichter und sein Andenken wird mit Gedenkstein und Strassennamen nach ihm hoch geehrt. Das jährlich stattfindende Trinius-Fest in einem Wald bei Gießübel am Rennsteig war Anlass der Chorreise. Unser Vorsitzender Prof.Dr. Rudolf Rass hatte mit dem Vorsitzenden der Gießübler Sänger diese Reise verabredet. Leider konnte Rudolf wegen einer Krankheit an dieser Reise nicht teilnehmen, deswegen musste unser Schriftführer Klaus Dietrich Heinze die Reiseleitung übernehmen, was er dann auch, zur Zufriedenheit aller Mitreisenden, gerne machte. Am Sonnabend, dem 09.August 2014 startete der Reisebus mit 11 Sängern, 9 Begleitpersonen, 3 Sängerinnen des Frauenchores Zehlendorf 1952, einem Sänger des Männerchores Frohsinn Teltow 1874 und unserer Chorleiterin Helga Delgado vom Rathaus Zehlendorf. Da alle Sänger überpünktlich am Bus waren konnten wir schon um 8.25 Uhr statt um 8.30 Uhr abfahren. Zuerst wurde, mit Führung, die Wartburg in Eisenach besucht, wobei einige Sänger den Rest des Weges den Shuttlebus benutzten und einige den Anstieg zu Fuß wagten. Bei einer Kaffeepause im Wappensaal wurden mehrere Lieder von uns gesungen, denn der hohe Saal mit einer hervorragenden Akustik lud hierzu regelrecht ein. Unter dem Dirigat einer Sängerin unseres Frauenchores sangen wir zum Schluss noch den Gefangenenchor aus Nabucco. Am späten Nachmittag erreichten wir unser Hotel in Neustadt am Rennsteig, wo nach Zimmerbezug mit einem gemeinsamen Abendessen der Tag ausklang. Aber nicht für alle, denn einige Sänger suchten noch eine der wenigen Lokalitäten Neustadts auf. Der Sonntagvormittag, war zur freien Verfügung und konnte individuell genutzt werden. Die Gastgeber schickten ihren Vorsitzenden in unser Hotel, der uns sehr freundlich begrüsste und uns über den Ablauf der kommenden Veranstaltung informierte. Zur Mittagszeit fuhr uns der Bus zum nahe gelegenen Waldfest. Willi Geier hatte vorsorglich für uns vor Regen geschützte Plätze reserviert, da er wusste, dass dieses Fest von den Bewohnern der umliegenden Ortschaften gut besucht wurde. Um 14:00 Uhr begann mit einem halbstündigen Gottesdienst das Trinius-Fest. Nach der liedreichen Andacht spielte ein Blechblasorchester schmissige Lieder. In einer kurzen Ansprache von Willi Geier wurden wir begrüßt und vorgestellt.
Dann begannen die Vorträge der anwesenden Chöre, bei denen wir auch mit drei Beiträgen mitwirkten. Da alle Chöre auf Chorkleidung verzichteten, konnte jeder bei jedem Chor mitsingen, sofern er das Liedgut, das vorgetragen wurde, sich zutraute. Als große Überraschung und auch sicher für die Thüringer einmalig sang unsere Chorleiterin Helga Delgado, mit einer von den Gießüblern ausgeliehenen Gitarre, zwei spanische Lieder und zusätzlich, wegen des lang anhaltenden Applauses, ein weiteres Lied. Ebenfalls überraschten unsere beiden Sängerinnen, Karin Schirwinski und Karin Franke, mit zwei urberlinischen Sketchen. Ein sehr gelungenes Fest ging für uns um 17.30 dem Ende zu, so dass wir mit unserem Bus die Rückfahrt zum Hotel antraten. Mit einem Abendessen im Hotel klang der zweite gemeinsame Abend aus. Aber wieder nicht für alle, denn einige Mitreisende wiederholten den gemütlichen Rest des gestrigen Abends und mussten den Rückweg zum Hotel im strömenden Regen antreten. Am Montag, den 11.08.2014, begann gegen 10:00 Uhr, nach einem Abschiedslied in der Hotelhalle, die Abreise vom Hotel zum Zwischenaufenthalt in der Leuchtenburg bei Kahla. Für den Aufstieg gab es wieder einen Shuttlebus oder den Fußweg wodurch die Gruppe abermals geteilt wurde. Hier wurde ein vorbestelltes Mittagessen in der historischen Burgschänke eingenommen. Die Wirtin, die an diesem Tag Geburtstag hatte, überraschten wir mit dem Ständchen „Wir gratulieren". Nach dem Essen begann eine Burgführung mit dem abschliessenden Besuch eines Porzellan-Museums. Es führte uns eine junge Dame, die sehr anschaulich zu erzählen wusste. So saß der arme Klaus plötzlich am Pranger, von dem er aber bald wieder befreit wurde denn wir brauchten ihn noch. Fröhlich wie auf der ganzen Reise fuhren wir nun mit zwei kurzen Pausen heimwärts und erreichten gegen 19:00 Uhr unseren Zielort Rathaus Zehlendorf. Eine sehr gelungene Reise endete hier. Ein großer Dank gebührt Klaus, der für Rudolf eingesprungen ist, und diese Aufgabe hervorragend bewältigt hat.


Klaus-Dietrich Heinze, Gerhard Scholz, Winfried Bähr






Auf der Wartburg
Auf dem Triniusfest
Mit Festgottesdienst
Unser Auftritt
Alle Chöre gemeinsam
Karin und Karin von unserem Frauenchor
Singen im Wappensaal der Wartburg